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Verwandte Gedichte

 Arnim, Rosenkranz Tritt an den Tanz 
 Lieser, Frühling bei Radolfzell 
 Dr. Owlglaß, Stillleben 
 René Oberholzer, Nachlässig 

 

Rosenkranz Tritt an den Tanz

Achim von Arnim


(Mitgetheilt von H. Nehrlich.)

Es starben zwey Schwestern an einem Tag,
Sie wurden an einem Tag begraben.

Und als sie kamen vors himmlische Thor,
Sanct Petrus sprach: Wer ist davor?

Es sind davor zwey arme Seelen,
Sie möchten gern bei Gott einkehren.

Die erste die soll zu ihm gehn,
Die zweyte soll den breiten Weg gehn.

Der breite Weg gar böse steht,
Der zu der leidigen Höll eingeht.

Und da sie den breiten Weg ausse kam,
Begegnet ihr die heilige Frau.

Wo'naus, wohin du arme Seele?
Wir wollen jetzt bei Gott einkehren.

Ich hab ja schon bei Gott eingekehrt,
Er hat mir hinausgewehrt.

Was hast du dann für Sünd gethan,
Daß du nicht darfst in Himmel gahn?

Ich hab ja alle Samstag Nacht,
Ein Rosen Kränzlein 'naus gemacht.

Hast du sonst keine Sünd gethan,
Darfst du mit mir in Himmel gahn.

Und als sie kamen vors himmlische Thor,
Sanct Petrus sprach: Wer ist davor?

Es ist davor eine arme Seele,
Sie möchte gern bei Gott einkehren.

Maria nahm sie bei der Hand,
Und führt sie ins gelobte Land.

Da ward ihr gleich ein Stuhl bereit't,
Von nun an bis in Ewigkeit.

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Achim von Arnim

Achim von Arnim

Frühling bei Radolfzell

Manfred Lieser


Ein Spiel mit Farben und mit Lichtgenüssen:
der Schienerberg schlägt Wellen, schwarz und grün,
der blaue See davor, wo weiße Segel ziehn,
davor das Ufer, wo sich Liebespaare küssen.
Ein erster Mückenschwarm tanzt froh im Abendlicht,
die Haubentaucher balzen auf dem Wasser...
Die Sonne sinkt, die erste Mücke sticht,
das Licht wird langsam kühler, blasser,
die Stadt versinkt im Schlafe, im Vergessen.
Es schwingt sich auf sein Fahrrad der Verfasser
und hofft, er hat zu Haus noch was zu essen.

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Stillleben

Dr. Owlglaß


Ein Totenschädel in der Stubenecke,
davor ein Blumenstrauß...
Ja, blecke nur die Zähne her und schrecke,
verlassenes Seelenhaus!

Die zärtlich-roten Herzchen und die blauen
Vergissmeinnicht im Krug,
jubeln sie nicht: O Tod, wo ist dein Grauen?
Sind sie nur Lug und Trug?

Sie welken, ja, wie Rosen, Klee und Flieder,
viel hunderttausendmal,
und kommen immer, immer, immer wieder,
viel hunderttausendmal.

Aus jeder Wiese summt, aus jeder Hecke
die Ewigkeit heraus...
Ein Totenschädel in der Stubenecke,
davor ein Blumenstrauß...

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Nachlässig

René Oberholzer


Risse am Himmel
Die nicht geflickt werden
Es wird schon besser werden
Schieben wir ein paar Wolken davor

Risse im Leben
Die nicht geflickt werden
Es wird schon besser werden
Schieben wir ein paar Tränen davor

 Text von René Oberholzer drucken
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