Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Dichter () » » » Verwandte Gedichte


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  

Verwandte Gedichte

 Kopisch, Bei Enthüllung von Blüchers Standbilde zu Breslau 
 Günter Fritsch, Zurück ins frühe Mittelalter 
 Ernst Scherenberg, Vorwärts! 
 Max Waldau, Auch ein Frühlingslied 

 

Bei Enthüllung von Blüchers Standbilde zu Breslau

August Kopisch


Als Gott uns Vater Blüchern gab,
Rief der zu seinem Heer hinab:
„Vorwärts!“
Nun stieg er vor aus seinem Grab
Und ruft noch von dem Stein herab:
„Vorwärts!

„Vorwärts du Land Silesia,
Das mich die Feinde jagen sah!
Vorwärts!
Was ich für Euch tat fern und nah,
O dass es nicht umsonst geschah! —
Vorwärts!

„Nicht Hand im Schoß mich angegafft!
Vorwärts, in Kunst und Wissenschaft!
Vorwärts!
Gewerb und Landbau, Alle rafft
Zusammen Eure ganze Kraft.
Vorwärts!

„Von Schiffen wimmele die Flut,
Die Straße voll von Kaufmannsgut!
Vorwärts!
Den Feinden wehrt mit Gut und Blut!
Bei Einigkeit sei froher Mut!
Vorwärts!

„So tritt, Silesia, hervor
Und blüh’ zum Paradies empor! —
Vorwärts!
Ruf lauter stets von Ohr zu Ohr
Nachsprossender Geschlechter Chor:
Vorwärts!“

 Text von Kopisch drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




August Kopisch

August Kopisch

Zurück ins frühe Mittelalter

Günter Fritsch


Finster war das Mittelalter,
den Untertanen ging es schlecht.
Willkür war der Machtverwalter
und das Schicksal ungerecht.

Sinnlos war das Aufbegehren,
Widerstand verlief im Sand,
Schwachheit ließ den Hass gewähren,
weltweit - und auch hierzuland.

So wie damals muss auch heute,
Ohnmacht sich der Willkür beugen.
Schamlos macht sie reiche Beute,
die Fakten können es bezeugen!

Heute noch - nach Jahr und Tagen,
wird Weisheit in den Wind gesprochen.
Erstickt die Welt an tausend Fragen,
wird unverhohlen Recht gebrochen!

Ebnet sich das Machtgefälle?
Wird die Einsicht zum Gestalter?
Oder wogt die Willkürwelle,
zurück in's frühe Mittelalter?

 Text von Günter Fritsch drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Günter  Fritsch

Günter Fritsch




Vorwärts!

Ernst Scherenberg


Vorwärts, vorwärts! – Nimmer zurück
Lockst du die gleißenden Wogen.
Schlafen, lass schlafen verlorenes Glück,
Spurlos im Winde verflogen!

Hörst du des Sturmes warnendes Wort?
Weiche vom frevelnden Spiele!
Siehe, noch winkt dir ein rettender Port,
Winken dir leuchtende Ziele!

Vorwärts, vorwärts lenke dein Schiff!
Starr‘ nicht zurück in die Wellen!
Oder die Brandung am tückischen Riff
Wird es erfassen – zerschellen.

 Text von Ernst Scherenberg drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Ernst  Scherenberg

Ernst Scherenberg

Auch ein Frühlingslied

Max Waldau


Sprossende Blätter, grünende Blitze,
Platzende Knospen, Frühlingsgewitter,
Rufen hinan zum luftigen Sitze:
Fort die morschen, verjährten Splitter,
Vorwärts treibt’s uns, Vorwärts!

Rollende Wellen mit schaumigen Kronen
Eilen und gleiten am Turme vorüber,
Dringen nach ihrer Sehnsucht Zonen,
Wo der Himmel kein ewig trüber, —
Vorwärts brausen sie, vorwärts!

Stürme, die freien Götter der Lüfte,
Luftig mir hoch zu Häupten sausen,
Jubeln durch Wälder und schroffes Geklüfte,
Das die Schergen davor ergrausen:
Vorwärts treibt’s uns, vorwärts!

Aber die Menschen hängen am Alten,
Pflegen vergangener Zeiten Geflimmer,
Lieben den trüben Himmel, den kalten,
Jauchzen die Frühlingsworte wohl nimmer:
Vorwärts treibt’s uns, Vorwärts! —

 Text von Max Waldau drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Max  Waldau

Max Waldau

 



















Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek