Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Dichter () » » » Verwandte Gedichte


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  

Verwandte Gedichte

 Roman Herberth, Überstunden 
 Roman Herberth, Die Nacht macht Überstunden 
 Roman Herberth, Der Mann im Mond macht Überstunden 
 Werner Siepler, Überstunden und Doppelschichten der Bergleute 

 

Überstunden

Roman Herberth


Die Nacht macht wieder Überstunden.
Und länger schläft der Hühnerstall.
Die Tage sind kurz angebunden.
Im Nebel steckt der Sonnenball.

Die Vögel sitzen auf der Leitung.
Sie sammeln sich zu einem Schwarm.
Bald fällt ihr 'König' die Entscheidung,
dann geht die Post ab, Arm in Arm.

Verlassen liegen Vogelnester.
Doch wer erkrankt ist, bleibt zurück.
Es sorgt sich eine Krankenschwester
um jede Art von Missgeschick.

Der Sommer wandert in den Süden.
Ein Danke ist nicht angebracht.
Er konnte uns nur wenig bieten,
er hat sich aus dem Staub gemacht.

Die ersten Nebelschwaden steigen.
Am Morgen gibt man sich bedeckt.
Die Grillen auf den Wiesen schweigen.
Nun zeigt der Herbst, was in ihm steckt.

 Text von Roman Herberth drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Roman  Herberth

Roman Herberth

Die Nacht macht Überstunden

Roman Herberth


Die Nacht macht wieder Überstunden.
Und länger schläft der Hühnerstall.
Die Tage sind kurz angebunden.
Im Nebel steckt der Sonnenball.

Die Vögel sitzen auf der Leitung.
Sie sammeln sich zu einem Schwarm.
Bald fällt ihr 'König' die Entscheidung,
dann geht die Post ab, Arm in Arm.

Verlassen liegen Vogelnester.
Doch wer erkrankt ist, bleibt zurück.
Es spielt am Morgen kein Orchester,
denn es verebbt die Hausmusik.

Der Sommer wandert in den Süden.
Ein Danke ist nicht angebracht.
Er konnte uns nur wenig bieten,
und hat sich aus dem Staub gemacht.

Die ersten Nebelschwaden steigen.
Am Morgen gibt man sich bedeckt.
Die Grillen auf den Wiesen schweigen.
Nun zeigt der Herbst, was in ihm steckt.

 Text von Roman Herberth drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Roman  Herberth

Roman Herberth




Der Mann im Mond macht Überstunden

Roman Herberth


Die Nacht dreht länger ihre Runden.
Der Mann im Mond macht Überstunden.
Jedoch er hat nicht viel davon.
Es bleibt beim gleichen Hungerlohn.

Nur Mittags wird es häufig lichter.
Erfreut sind blasse Bleichgesichter.
Im Freien trinkt man Milchkaffee.
Ein Trauerspiel ist die Allee.

Im Weinberg wird man Trauben lesen,
Der Straßenfeger schwingt den Besen.
Die ganze Welt tut ihre Pflicht.
Und keiner, der dem widerspricht.

Getupft und bunt, gelaubte Wälder,
geigelt sind Getreidefelder.
Und jedes Rindvieh liegt im Stroh,
und wird dort seinen Lebens froh.

Und allgemein, das Abschiednehmen.
Und melancholisch sind die Themen.
Die Maus zieht sich ins Loch zurück.
Im Winterschlaf sucht sie ihr Glück.

 Text von Roman Herberth drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Roman  Herberth

Roman Herberth

Überstunden und Doppelschichten der Bergleute

Werner Siepler


Als alle Zechen noch mit Kohle "Kohle" machten,
die Arbeitskraft der Bergleute hoch im Kurs stand,
die das begehrte schwarze Gold nach oben brachten,
auch im Ruhrgebiet das Wirtschaftswunder stattfand.

Die harte Maloche scheuten die Bergleute nicht,
nahmen manch eine Akkordüberstunde mit,
kloppten sogar hin und wieder eine Doppelschicht,
am Monatsende zählte der "lohnende Schnitt".

Am Zahltag sie dann in der Kneipe einen hoben,
bei Bier und Korn Stimmung pur aufgekommen ist,
haben auch hier viele Überstunden geschoben,
wurden dann von von der Angetrauten schnell vermisst.

Trotz der ein wenig besser gefüllten Lohntüte,
die Gattin sie nicht gerade freundlich empfing,
wegen Kneipenbesuchs das blaue Wunder blühte
und der Haussegen eine Weile recht schief hing.

 Text von Werner Siepler drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Werner  Siepler

Werner Siepler

 



















Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek