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Verwandte Gedichte |  Hans Schmidt, Sommerabend 
 Hans Schmidt, Der Kranz
 Friedrich Rückert, Die du mir von lustdurchpochter
 Andreas Kley, Auf Brautschau
| | |  | SommerabendHans Schmidt Die Mutter
Geh' schlafen, Tochter, schlafen!
Schon fällt der Tau aufs Gras,
Und wen die Tropfen trafen,
Weint bald die Augen naß!
Die Tochter
Laß weinen, Mutter, weinen!
Das Mondlicht leuchtet hell,
Und wem die Strahlen scheinen,
Dem trocknen Tränen schnell!
Die Mutter
Geh schlafen, Tochter, schlafen!
Schon ruft der Kauz im Wald,
Und wen die Töne trafen,
Muß mit ihm klagen bald!
Die Tochter
Laß klagen, Mutter, klagen!
Die Nachtigall singt hell,
Und wem die Lieder schlagen,
Dem schwindet Trauer schnell!
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|  | Der KranzHans Schmidt Die Tochter
Mutter, hilf mir armen Tochter,
Sieh' nur, was ein Knabe tat:
Einen Kranz von Rosen flocht er,
Den er mich zu tragen bat!
Die Mutter
Ei, sei deshalb unerschrocken,
Helfen läßt sich dir gewiß!
Nimm den Kranz nur aus den Locken,
Und den Knaben, den vergiß!
Die Tochter
Dornen hat der Kranz, o Mutter,
Und die halten fest das Haar!
Worte sprach der Knabe, Mutter,
an die denk' ich immerdar!
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|  | Die du mir von lustdurchpochterFriedrich Rückert Die du mir von lustdurchpochter
Brust die Tochter
Reichtest einst, ein süßes Glück;
Hier aus schmerzenslustdurchkochter
Brust die Tochter
Geb' ich dir als Lied zurück.
Armer Vater! Hoffend flocht' er
Für die Tochter,
Hoffend einen andern Kranz;
Armer Vater! nichts vermocht' er,
Als die Tochter
Nahm der Tod an seinen Tanz.
Zwar der Tod, den Sieg erfocht' er,
Der die Tochter
Nahm, von Klagen ungerührt;
Doch hat mein ununterjochter
Muth die Tochter
Dem Entführer nun entführt.
Text von Friedrich Rückert drucken
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Friedrich Rückert
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