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Verwandte Gedichte

 Heine, Neuer Frühling XXXV 
 Ludwig Bowitsch, Die Liebe ist blind 
 Lavater, Liebe I 
 Karl Stauffer-Bern, Sempre avanti! 

 

Neuer Frühling XXXV

Heinrich Heine


XXXV

Sorge nie, daß ich verrate
Meine Liebe vor der Welt,
Wenn mein Mund ob deiner Schönheit
Von Metaphern überquellt.

Unter einem Wald von Blumen
Liegt, in still verborgner Hut,
Jenes glühende Geheimnis,
Jene tief geheime Glut.

Sprühn einmal verdächtge Funken
Aus den Rosen - sorge nie!
Diese Welt glaubt nicht an Flammen,
Und sie nimmts für Poesie.

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Heinrich Heine

Heinrich Heine

Die Liebe ist blind

Ludwig Bowitsch


Die Liebe, die Liebe ist blind!
Sie sieht nicht die Dornen im Wandern,
Sie sieht nicht die Fehler des Andern,
Die Liebe, die Liebe ist blind!

Die Liebe, die Liebe ist blind!
Sie baut nicht hinaus in die Ferne,
Sie trägt in der Brust ihre Sterne,
Die treuliche Führer ihr sind!

Die Liebe, die Liebe ist blind!
Sie preiset nur, was sie erkoren
Und merket nicht, was ihr verloren
Im Traum, der sie täuschend umspinnt!

Die Liebe, die Liebe ist blind!
Und blind nur zu sein, kann ihr taugen,
Denn öffnen dem Licht sich die Augen,
So stirbt das göttliche Kind!

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Ludwig  Bowitsch

Ludwig Bowitsch




Liebe I

Johann Kaspar Lavater


Liebe
giebt und nimmt
mit unberechnender Einfalt;
Liebe
lebt in der Lust, zu erfreun
erfreuende Liebe;
Liebe
liebt das Geringste, getan
mit herzlicher
Liebe!

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Sempre avanti!

Karl Stauffer-Bern


Und was ich seh und was ich denk und fühle
Das will sich mir zur Form, zur Form gestalten.
Mir ist als ob mich höhere Gewalten
Gerissen hätten aus dem Weltgewühle.

Und mitten zwischen zwei charmante Stühle
Plazier' ich Euch ihr Jungen und ihr Alten
Und gebet Acht, denn nimmer wird erkalten
Das Feuer, was ich in dem Blute fühle.

So höret denn: Von Eurer Torheit Schellen
Mir lange schon die Zornesadern schwellen.
Vom Juden bis herab zum Künstler

Seid Ihr doch meistens eitle Günstler.
Der Wald ist alt, man muß ihn nächstens fällen
Und neuen pflanzen an die alten Stellen.

- - -

Mit der Reime Klingelei
Tropen und Metaphern
Assonanz Allilorei,
Bleibt ihr dennoch Kaffern. —

Rieselts nicht vom Berg zu Tal
Wie das Gletscherbächlein
Schmeckt das Wasser, schmeckt es schal
Nach den sieben Sächlein.

Wenn er ruft der deutsche Michel
In die Ecke Pinsel Stichel
Modellierholz, Brettgerüste,
Mit dem Tonkloß in der Kiste,
Vorwärts vorwärts wie du bist
An den Feind mit Mut und List.
Nach dem kurzen wilden Krieg
Geht‘s nach Haus mit Ruhm und Sieg,
Wenn wir noch das Leben han
Geht‘s dann wieder vorne an — Hurrah!

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Karl  Stauffer-Bern

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