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Verwandte Gedichte |  Gibran, Du stutzt deine Flügel   
 Josef Weinheber, Vielleicht auch kommt sie nicht
 Ricarda Huch, O blühende Heide, welken wirst du müssen
 Wilhelm Ruland, An die Fürstin Czartorytzka
| | |  | Du stutzt deine FlügelKhalil Gibran Gott hat deinem Geist Flügel verliehen,
mit denen du aufsteigen kannst
ins weite Firmament der Liebe und der Freiheit.
Und du jammervolles Geschöpf
stutzt diese Flügel mit eigener Hand
und läßt zu, dass deine Seele
wie ein Insekt am Boden dahinkriecht.
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|  | Vielleicht auch kommt sie nichtJosef Weinheber Vielleicht auch kommt sie nicht,
von der die gläubige Sehnsucht
in wachen Nächten spricht.
Vielleicht auch bin ich nur da
zu suchen, nie zu finden,
wenn auch das Ziel oft nah,
daß es ein Sonntagskind
im Schlaf schon könnte ergründen -
vielleicht ist mein Herze schon blind.
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|  | O blühende Heide, welken wirst du müssenRicarda Huch O blühende Heide, welken wirst du müssen!
Du Sternenantlitz, mußt du auch vergehn?
Es gäb ein andres Glück, als dich zu küssen,
Und andre Wünsche, als dich anzusehn?
Ihr Seelenaugen, warmes Licht der Liebe,
Erlöschen sollt ihr? Nie mehr widerspiegeln
Die goldne Bläue über diesen Hügeln?
Du wärst dahin, und Erd und Himmel bliebe?
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|  | An die Fürstin CzartorytzkaWilhelm Ruland Als ich zum erstenmal dir bin begegnet,
(Nie kann vergessen ich die schöne Stunde)
Dein Ohr sich neigte huldvoll meinem Munde,
War’s mir, als hätt’ ein Priester mich gesegnet.
Oft bat seitdem in innigen Gebeten
Den Himmel ich, daß deine Kraft gesunde.
Wie viele baten wohl mit mir im Bunde!
Versagt ward uns, was wir so heiß erflehten.
Wir sahn dich ziehn vom lenzgeschmückten Süden
Der Heimat zu, und Furcht und Hoffnung wachte
An deinem Abschiedsblick, dem milden, müden.
Dann kam ein Tag, wo man uns Kunde brachte,
Daß eingegangen du zum ewigen Frieden.
Ich trauerte, da ich an Witold dachte.
Text von Wilhelm Ruland drucken
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