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Verwandte Gedichte

 Däubler, Regen 
 Morgenstern, Ein paar Pappeln gegen den - Horizont? 
 Peter van Bohlen, An die Harfe 
 Baumgartner, Stramme Pappeln 

 

Regen

Theodor Däubler


Die Sonne hat nur kurz das nasse Tal umschlungen,
Die Pappeln rauschen wieder, neckisch spielt der Wind.
Des Baches Schwermut hat gar lang allein geklungen,
Der Wind ist pfiffiger als ein vergnügtes Kind.

Die Wolken wollen kommen. Alles wurde rauher,
Die blassen Pappeln rascheln wie bei einem Guß.
Die nassen Weiden faßt ein kalter Schauer,
Gewaltig saust die Luft, beinahe wie ein Fluß.

Nun soll der Regen kommen! Und es gieße wieder!
Der Sturm ist kraftbegabtes Lautgebraus,
Der Regen bringt die Rhythmen heller Silberlieder,
Die Pappeln wissen das und schlottern schon voraus.

Dem nassen Tal entwallen kalte Atlashüllen,
Und auch die Nebelhauche tauchen raschelnd auf.
Der Wind beginnt die Flur mit Wispern zu erfüllen,
Die Pappeln biegen sich, das Grau nimmt seinen Lauf.

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Theodor Däubler

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Ein paar Pappeln gegen den - Horizont?

Christian Morgenstern


Ein paar Pappeln gegen den - Horizont?
Nein: drei Pappeln gegen die - Ewigkeit,
und von unsrer frommen Sonne besonnt ...

Seele, denk es: wider den Weltenraum
(den nur "Gott" vielleicht allein ermisst)
die drei Bäume! - wie Wirklichkeit wider Traum! ...

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An die Harfe

Peter van Bohlen


Freundliche Harfe, lisple Klagetöne
Meinem Freunde dereinst in weiter Ferne;
Wenn des Sängers müde Gebeine schlummern
Unter den Pappeln!

Traulichen Gruß auf linden Westes Fittig
Tönet lebende Saiten, zittert leise:
Ach dein Freund, er ruhet im kühlen Mose
Unter den Pappeln!

Tröstende Harfe, lindre dann die Thränen,
Töne freundlichen Trost und träufle Balsam
In des Freundes klagende Herz, wie Frühroth
Unter den Pappeln.

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Peter van  Bohlen

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Stramme Pappeln

Ingo Baumgartner


Pappeln, stramme Wegbegleiter,
werfen schon Oktoberschatten
über Straßen und noch weiter
in die kurzgemähten Matten.

Zitterlaub vergilbt und rieselt
aus den stammverliebten Zweigen.
Da, ein Siebenschläfer wieselt
in sein Nest zum langen Schweigen.

Zwischen diesen hagren Bäumen
wächst ein Birklein, will den Riesen
imponieren. In den Träumen
ist es höhengleich mit diesen.

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Ingo Baumgartner

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