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Verwandte Gedichte

 Ringelnatz, Gruß an Junkers. 
 Logau, Ein alter Soldat 
 Enser-Schlag, Schwabe gut - alles gut? 
 Roman Herberth, Überall Löwenzähne 

 

Gruß an Junkers.

Joachim Ringelnatz


Ich kenne den Herrn Junkers nicht.
Mag es auch schmeichlerisch klingen,
Ich widme ihm dennoch dies Gedicht,
Beschwingt von seinen Schwingen.

Aus meiner Laune steigt es frei,
Entflogen, nicht entwachsen.
Es reimt sich Kriecher- und Fliegerei
Nicht einmal gut in Sachsen.

Ich bin mit Junkers' Maschinen schon
Oft über die Lande geflogen,
Hab meinen Tages und Wochenlohn
Darüber oft weit überzogen,

Sprach immer zu mir zuvor: Ȇberleg's
Dir!« – Aber flog doch aufgehimmelt
Durch Wetter und Wolken. Und fand unterwegs
Ein Glück, das unten verschimmelt.

Ich stehe nun – scheint's mir – auf gleichem Fuß
Mit den Möwen, Adlern und Schwalben.
Ich sende Herrn Junkers meinen Gruß
Und komme ihm zweimal einen Halben.

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Joachim Ringelnatz

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Ein alter Soldat

Friedrich von Logau


Junge Krieger, alte Kriecher; Stärck und Mut ist auch ein Ding,
Das, wie sehr es vor geprachtet, endlich doch auff Krücken ging.

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Schwabe gut - alles gut?

Klaus Enser-Schlag


Als Schwabe wurd‘ ich einst geboren,
war automatisch auserkoren
die Tradition doch sehr zu pflegen,
man könnte sich sonst leicht erregen…

Doch Spätzle essen – mir ein Graus!
Ich habe auch kein eignes Haus,
Hab‘ nicht viel Geld auf meiner Bank,
Und Maultauschen? Nein, besten Dank!

Mein „Viertele“ tu‘ ich nicht „schlotzen“,
Intoleranz find‘ ich zum kotzen,
Und wenn ich heut‘ „mein“ Stuttgart seh‘,
tut es mir in der Seele weh…

Die Mieten sind erschreckend hoch,
im alten Bahnhof klafft ein Loch,
die Demos enden in Gewalt,
da wird ums Schwabenherz mir kalt…

In einem Amt wurd‘ ich gemobbt,
das war, wie vieles dort, bekloppt.
Dort konnt‘ ich viele Kriecher seh’n,
Beamtentum, wie bist du schön!

Doch möchte‘ ich diese Leut‘ nicht richten,
denn heute kann ich dafür dichten,
denn nur wer tut, was ihm gefällt,
der ist ein Glückspilz dieser Welt!

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Klaus Enser-Schlag

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Überall Löwenzähne

Roman Herberth


Die Löwenzähne auf den Wiesen,
die sind bestimmt nicht dünn gesät.
Sie scheinen es auch zu genießen,
für Hummeln sind sie ein Magnet.

Das gilt sogar für 'müde Kriecher'
und für so manches Flugobjekt.
Für kurze oder lange Riecher,
denn die Begierde wird geweckt.

Er braucht nicht viel zum 'Glücklich werden',
nur Wasser, Licht und Ohrenschmalz.
Er meidet lästige Beschwerden
aus Hopfen und gebrautem Malz.

Wer es nicht weiß, der wird erfahren,
ganz zahm ist jeder Löwenzahn.
Er hat, da bin ich mir im Klaren,
noch keinem jemals weh getan.

Wohin man schaut nur Löwenzähne,
doch das hat einen guten Grund,
sie fallen auf mit ihrer Mähne,
ihr Gelb drängt in den Vordergrund.

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Roman  Herberth

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