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Verwandte Gedichte |  Hugo Lissauer, Idealismus
 Adolf Roehn, Aphoristisches  
 Lemmermayer, Unverkümmerter Idealismus
 Ernst Destouches, An die deutsche Jugend   
| | |  | IdealismusHugo Lissauer Es freut mich sehr, will man uns an
Idealismus übertreffen,
Doch nicht genüget es alsdann,
Die äuß’ren Formen nachzuäffen.
Soll eine Lehre ideal sein,
Darf man nicht auf die Worte schau’n,
Sonst wird zu leer sie und zu kahl sein,
Um ein System darauf zu bau’n.
Das Ideal nicht nur didaktisch,
Angreifbar in den Lüften schwebt, -
Nein! aus des Lebens Borne praktisch
Erblüht und wächst es, strebt und lebt!
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|  | Unverkümmerter IdealismusFritz Lemmermayer Es lebt nur, wer dem Schönen lebt —
Kommt, Freunde, laßt uns leben!
Erhöht, beseelt und gottvereint
Empor zum Himmel streben! ...
So rief ich oft. Nun ist's vorbei,
Ich bin so müd geworden;
Nun steh' ich traurig, ausgesperrt,
Vor Paradiesespforten.
Ich bin erglüht im frohen Mut
Für alles heilig Schöne,
Und in mir klangen wundervoll
Die hehren Orgeltöne.
Vorbei! Da hilft die Klage nicht.
Der Zauber hin! Verdorben
Das Ideal! Die Welt ist mir
Gestorben, ja, gestorben! .. .
Und doch! Wie könnt', was ich besaß,
Auf ewig sein verloren?
Nein, nein! — ich werde noch dereinst
In Himmeln neu geboren!
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Fritz Lemmermayer
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|  | An die deutsche JugendErnst Destouches Es rühmt von den Germanen die Geschichte,
Daß sie von eh´ ein Volk voll Tapferkeit,
Voll Urkraft und von sittlich hohem Ernste,
Von echter Treue und Anhänglichkeit
An Haus und Herd und an der Heimat Boden,
Der über alles ihnen lieb und wert,
Und an die Götter, die nach Väterglauben
In ihrem heil´gen Hainen sie verehrt.
Ob auch Jahrtausende dahin entschwunden,
Das deutsche Volk hat seine Art bewahrt,
Worin sich Tapferkeit und Heldengröße
Mit glaubensstarkem Idealismus paart.
Das hat es in der großen Zeit bewiesen,
Als, - einig wie noch nie, - zum heil´gen Streit
Es auszog und als Furcht der hehrsten Siege
Errang der Kaiserkrone Herrlichkeit.
Ein Volk in Waffen, ist sein höchsten Streben
Gleichwohl des Friedens Segnungen geweiht;
So steht als erster in dem Rat der Völker
Es da, wie in der großen Kaiserzeit.
Das aber seine Wehrkraft sondergleichen,
Das seiner Jugend es verdankt zumal,
Für deren lodernde Beigeist´rung bildet
Des Reiches Herrlichkeit das Ideal.
Ja, deutsche Jugend, die du freudig folgest
Dem Ruf des heißgeliebten Vaterlands:
Wo immer mögen flattern seine Fahnen -
Im Friedenssonnenglanz, im Schlachtentanz, -
Nach urkraftvoll german´scher Art und Weise
Bewähr´die altererbte Tapferkeit,
Für Fürst und Vaterland und Heimaterde
Zu leben und zu sterben sei bereit!
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