Was nutzt die glühende Natur
Vor deinen Augen dir,
Was nutzt dir das Gebildete
Der Kunst rings um dich her,
Wenn liebevolle Schöpfungskraft
Nicht deine Seele füllt,
Und in den Fingerspitzen dir
Nicht wieder bildend wird?
Nun hält die Nacht den dunklen Monolog
Vor dem gewölbten Ohr des Alls.
Am Himmel Auf ihrem alabasterweißen Schimmel
Sprengt Luna her, die, ach, mein Herz betrog.
Durch der Planeten silbernes Gewog',
Durch der Milliarden Sterne Lichtgewimmel
Sprengt sie dahin durchs festliche Getümmel,
Der nachzuspähn ein Fluch mein Herz bewog.
Einst war der Tag mein Gott. Nun geh' ich bang
Durch sein zu grelles Licht und sehne mich
Empor, empor, wo Lunas Schleier wehen;
Nach ihrem Menschenohr verwehrtem Sang
Und lieb' dich, Luna, und verfluche dich
Und möcht' in deinem Reich verloren gehen ...