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Verwandte Gedichte

 Giesebrecht, Es steht ein Kelch in der Kapelle 
 Mayer, Zu frühe 
 Morgenstern, Den Kelch der Ewigkeit am Munde 
 Bauernfeld, Noli me tangere 

 

Es steht ein Kelch in der Kapelle

Ludwig Giesebrecht


Es steht ein Kelch in der Kapelle,
neu, goldig, hell, auf dem Altar;
auch das Metall brach an der Stelle,
wo ich gehauen Jahr um Jahr.

Seh' ich es nun in Pfarrers Händen,
und Alt' und Junge um ihn her,
seh' ich ihn Gottesgnaden spenden,
fühl' ich mich priesterlich wie er.

Und wenn ich selber vor ihm stehe,
das Sacrament in Sinn und Herz,
dann blick' ich auf den Kelch und flehe:
verkläre mich wie dieses Erz!

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Zu frühe

Karl Mayer


Du da, meine Augenluft,
Zeitlos‘? – aber im August!
Frühe, warum kommst du schon
Und entziehst dir selbst den Lohn,
Mich zu stimmen wehmutslind
Für des Jahrs verlassnes Kind?

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Den Kelch der Ewigkeit am Munde

Christian Morgenstern


Den Kelch der Ewigkeit am Munde,
Was sorgst du der verlornen Stunde!
Empfandst du nur ein einzig Mal: Ich Bin; -
So gibst du stumm wohl auch ein Leben hin.

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Noli me tangere

Eduard von Bauernfeld


In den zarten Blumenkelch
Flog ein kleines Käferchen,
Und der Kelch verschloß sich schnell.

In dem Dufte schwelgt und stirbt
Luftlos der betäubte Käfer.

Bei der nächsten Morgensonne
Erstem Glühen öffnet wieder
Ihren Kelch die zarte Blume;
Und des kleinen Thierchen Körper
Hatte sich in ihre Adern
Dicht verwoben, selbst zur Blume
War der Blume Frevler worden:
Frischer, voller schien die Blume.

Ach, den zartesten der Kelche
Rührte eine rohe Hand,
Und der Kelch verschloß sich schnell.

Aber an dem nächsten Morgen
Oeffnete der Kelch sich nimmer;
Frischer Thau entquoll dem Boden,
Milde leuchtete die Sonne —
Doch der Kelch erschloß sich nimmer,
Und die Blume war verdorrt.

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Eduard von Bauernfeld

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