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Verwandte Gedichte |  Lessing, Der geizige Dichter
 Lessing, Die Betrübnis
 Stechern, Ich bin ein Dichter, will ein Dichter sein!
 Marie Itzerott, Der Dichter.
| | |  | Der geizige DichterGotthold Ephraim Lessing Du fragst, warum Semir ein reicher Geizhals ist?
Semir, der Dichter? er, den Welt und Nachwelt liest?
Weil, nach des Schicksals ewgem Schluß,
Ein jeder Dichter darben muß.
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|  | Die BetrübnisGotthold Ephraim Lessing Der Dichter und sein Freund.
Der Freund. Freund! welches Unglück, welche Reue
Macht dir so bittern Schmerz?
Der Dichter. Ach Freund! sie flieht, die Ungetreue!
Und sie besaß mein Herz.
Der Freund. Um eine Falsche dich betrüben?
Du bist ja klug genug.
Der Dichter. O schweig! das heißt nicht lieben,
Läßt uns die Liebe klug.
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|  | Ich bin ein Dichter, will ein Dichter sein!Aurora Stechern Ich bin ein Dichter, will ein Dichter sein!
O gebt mir Wein her, gebt mir Wein!
Laßt das Jahrhundert in Atome brechen,
Laßt die Gesetze strafen, richten, rächen,
Unschuld verdammen, frei das Laster sprechen,
Nur mir gebt Wein her, gebt mir Wein!
Laßt Standrecht üben, laßt sie sterben gehn,
Die Kugel schlägt - es ist geschehn!
Laßt Narren trauern, Politik sie treiben,
Hohläugig bleiche Folianten schreiben,
Mich laßt beim lustigen Champagner bleiben -
Das ist so schön - das ist so schön! -
Und bleib' ich auf dem Erdball ganz allein,
Sterbt Alle aus, mir bleibt der Wein. -
Denn bleibt nur übrig noch ein einz'ger Dichter,
Der straft sie, die heillosen Bösewichter,
Im Himmel er und ich bleib' doch hier Dichter
Und trinke Wein, und trinke Wein!
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|  | Der Dichter.Marie Itzerott Der Dichter läßt die Körner Sand
Durch seine Hände gleiten:
Und siehe, sie werden zu rotem Gold,
Das dauert im Fluge der Zeiten.
Der Dichter streift durch Wintergefild,
Und Sommergeister schweben;
Er sieht hinaus in das nebelnde Thal, —
Und rosig die Lüfte weben.
Der Dichter schaut zum Himmel hinauf
In die Glut der schweigenden Sterne, —
Und es klinget das ewige Sehnsuchtslied
Dahin in die dämmernde Ferne.
Der Dichter sieht in sein eignes Herz:
Da lacht die Liebe darinnen.
O hüte dich, Dichter! — Es möchte dein Sein
In eitel Liebe zerrinnen!
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