|
|
|
Verwandte Gedichte |  Seidel, Weinlied
 Fallersleben, Weinlied
 Eichrodt, Weinlied
 Lingg, Weinlied
| | |  | |  | WeinliedHoffmann von Fallersleben Wer fragte je nach deinem Glauben,
wenn er vor dir mit Andacht saß,
bei dir, du edler Sohn der Trauben,
die Zeit und alle Welt vergaß ?
Willkommen, reiner Gottessegen,
sei uns willkommen tausendmal !
Genährt vom Himmelstau und Regen,
getränkt vom Licht und Sonnenstrahl !
Aus welcher Ehe du entsprungen -
gesegnet sei das Eheband !
Und sprichst du auch in fremden Zungen,
gesegnet sei dein Vaterland !
Und wärst ein Ketzer du, ein Heide
wir Gläubigen verehren dich,
wir fliehen zu dir in unserem Leide,
wir freuen mit dir uns inniglich.
Dich hat der Herr der Welt begnadet,
nur du darfst ohne Glauben sein;
der große Wirt der Gläub‘ gen ladet
uns alle, alle zu dir ein.
Text von Fallersleben drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|

Hoffmann von Fallersleben
|
|
|  | WeinliedLudwig Eichrodt Eine Kanne guten Weins lasset fröhlich kreisen!
Besser Liedchen weiß ich keins, als den Wein zu preisen.
Thut er nicht die Herzen auf,
Bringt er die Gedanken
Nicht in hellen Schwung und Lauf,
Die in Schlummer sanken?
Setzet er mit starkem Hauch manchen Kopf in Flammen,
Führt er die Gemüther auch wieder schnell zusammen.
Keinen besseren Geselln,
Muß ich frei bekennen,
Als den Wein, den immerhelln,
Weiß ich dir zu nennen!
Solche Glut und solchen Witz find ich nirgends wieder,
Wenn ich diesen Freund besitz, hab ich tausend Brüder!
Daß er selber ist ein Gott,
Duldet keinen Zweifel,
Hat er auch im Leibe flott
Den leibhaftgen Teufel.
Text von Eichrodt drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|

Ludwig Eichrodt
|
|  | WeinliedHerrmann von Lingg Schon grüßt ein scharfer Hauch von Ost
Die sternhell frühen Nächte,
Da rauscht und braust der junge Most,
Ein Herold neuer Mächte!
Ob Laub an Laub vom Baume fällt,
Ob jede Blume sterbe,
O Sommerlust, versunkne Welt,
Der Wein ist jetzt dein Erbe.
Im Wein erglüht der Sonnenschein,
Der längst hinabgegangen,
Im Wein nur soll die Blume sein,
Nach der wir noch verlangen.
Dem Wein, dem Wein ist alles Reich
Der Flammenkraft verliehen;
Ihr Zecher auf! Laßt uns sogleich
Das Testament vollziehen!
Hier, wo am Herd verglimmt das Laub
Vom jungen Reis der Rebe,
Stoßt an, hier über Glut und Staub:
Der Geist des Lebens lebe!
Der Geist, der unterm Schnee noch wärmt
Die Zukunft reicher Saaten
Und fort und fort die Welt durchschwärmt
In goldnen Jugendtaten!
Text von Lingg drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|

Herrmann von Lingg
|
|
|
|
|