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 Bone, Freude 
 Lemmermayer, Freude 
 Meyer, Ein bisschen Freude 
 Halm, Es trifft Freude 

 

Freude

Heinrich Bone


Freude wohnt in meinem Herzen,
Freude lebt in der Natur;
Alle Wesen möchten scherzen
Auf des holden Frühlings Spur.

Was der Knospen Drang entfaltet,
Neue That und Leben bringt,
Freude ist es, die da waltet
Und in alle Kräfte dringt.

Freude rauschet durch die Lüfte
Nein und frei zu Gott empor,
Freude zieht durch Blumendüfte,
Ruft die holde Braut hervor.

Menschen aller Nationen,
Reichet euch die Bruderhand!
Freude wohnt in allen Zonen,
Droben ist das Vaterland.

Hebt im großen Freudenbunde
Euren Blick zum Himmelszelt!
Ueber dieses Weltalls Runde
Wohnt ein Vater aller Welt.

Freude, Freude!
Als der Allmächtige
Liebend dem Menschen
Seinen Odem einhauchte,
Als die erste der Seelen
Leben empfing
Und Leben fühlte,
Da breitetest du
Die mächtigen Flügel,
Freude, Freude,
Seele der Seele.

Freude, Freude!
Als der Allgütige
Liebend dem Menschen
Eine Gattin gesellte,
Als mit reinem Entzücken
Liebe durchdrang
Die ersten Seelen,
Da hobest empor
Du höher die Flügel,
Freude, Freude,
Seele der Liebe.

Freude, Freude!
Als in den Augen des
Ersten Gebornen
Lächelnd spielte das Bild der
Frohen Eltern; als leise
Vater das Kind
Und Mutter lallte,
Da senktest du tief
In Wonne die Flügel,
Freude, Freude,
Seele des Lebens.

Freude, Freude!
Ewige, Himmlische,
Breite die Flügel
Ueber jegliches Wesen,
Hebe hoch sie empor, und
Senke in Lust
Sie wieder nieder,
Und halte bedeckt
Mit heiligen Schwingen,
Freude, Freude,
Alle die Wesen.

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Heinrich Bone

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Freude

Fritz Lemmermayer


Nach Freude sehnt sich das Menschenherz,
Auch das Tier will Freude,
Das Fischlein im himmelspiegelnden Wasser,
Der Vogel in sonniger Luft,
Der treue Hund in des Hauses Frieden,
Und mit gesteigerter, nie gestillter,
Erhabener Sehnsucht
Der Mensch . . .
Wir alle kranken an Sehnsucht —
An Sehnsucht nach Liebe,
Nach Schönheit, nach Gott,
An Sehnsucht nach Freude.
Drum dreimal weh dem rohen Freudenstörer,
Der sie trübt und kränkt
Die schöne, lichte,
Barmherzige Tochter des Himmels!
Und aus der Tiefe ruft die Seele,
Die schluchzend aus dem Kelch des Lebens getrunken:
O Gott, gib Freude deinen Menschen!
Und Freude schaff', o Mensch, auch du den Menschen!

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Fritz Lemmermayer

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Ein bisschen Freude

Conrad Ferdinand Meyer


Wie heilt sich ein verlassen Herz,
Der dunkeln Schwermut Beute?
Mit Becher-Rundgeläute?
Mit bitterm Spott? Mit frevlem Scherz?
Nein. Mit ein bisschen Freude!
Wie flicht sich ein zerrissner Kranz
Den jach der Sturm zerstreute?
Wie knüpft sich der erneute?
Mit welchem Endchen bunten Bands?
Mit nur ein bisschen Freude!
Wie sühnt sich die verjährte Schuld,
Die bitterlich bereute?
Mit einem strengen Heute?
Mit Büsserhast und Ungeduld?
Nein. Mit ein bisschen Freude!

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Conrad Ferdinand Meyer

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Es trifft Freude

Friedrich Halm


Es trifft Freude, trifft Schmerz
mit Pfeilen beide unser Herz.
Doch Freude trifft nur wie zum Spiel,
der Bolzen haftet nicht am Ziel.
Des Schmerzes Pfeil, den der durchdrang,
der schleppt ihn nach sein Leben lang.

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