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Verwandte Gedichte

 Bürger, Unmut 
 Seidel, Die Seifenblase 
 Blüthgen, Seifenblasen 
 Frankl-Hochwart, Der Kuss aufs Auge 

 

Unmut

Gottfried August Bürger


Der Henker hole sie, die schönen Seifenblasen
Von euerm Freiheitsmut und seiner Riesenkraft,
Wenn beides schon im ersten Kampf erschlafft!
Mit Fäusten schlagt den Feind, und nicht mit Rednerphrasen!

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Die Seifenblase

Heinrich Seidel


Die Seifenblase schimmert weiss zuerst.
Dies wandelt sich in Blau, das Blau in Purpur,
Das schöne Roth verschwimmt in Gold sodann,
Und dies verblasst in Weiss. - Alsdann ein Zittern
Geht durch das zarte Rund und es zerplatzt! -
***
Der ersten Kindheit lämmerweisse Zeit
Entschwindet bald; es kommt das Knabenalter
Mit einer Welt voll blauer Wunderdinge
Und unbekannter Fernen. - Lieblich darin
Erschliesst der Liebe selig Morgenroth
Dem Jüngling sich. - Doch strenger wird die Zeit:
Es muss der Mann im Kampf nach Golde ringen,
Bis er, ein Greis in weissern Silberhaar,
Zurücksinkt in die alte Kindlichkeit
Und dann ins Grab -
Dies’ war es, was ich dachte,
Als jüngst mein Knabe Seifenblasen machte.

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Heinrich Seidel

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Seifenblasen

Victor Blüthgen


Schaum von der Seife,
Von Ton eine Pfeife -
Hebt alle die Nasen,
Ich will euch was blasen!

Lauter kleine Luftballons,
Einen nach dem andern
Schüttl' ich von der Pfeife ab,
Dass sie wandern, wandern.

Durch die schöne Sommerluft
Kommen sie geflogen,
Rot und grün, gelb und blau
Wie der Regenbogen. -

Leichter als die Sommerluft,
Dünner als von Glase.
Immer größer wird der Ball,
Wenn ich blase, blase.

Jeder wie ein Luftballon,
Unten dran ein Knöpfchen.
Blitz, auf einmal platzen sie
Und dann fällt ein Tröpfchen -

Seifenblasen, Seifenblasen!
Dürft euch solche haschen.
Wenn ihr sie gefangen habt,
Steckt sie in die Taschen -

Tragt sie lieber auf der Hand,
Kriegen sie keine Falten.
Wer sie bis nach Hause bringt,
Darf sie sich behalten.

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Victor Blüthgen

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Der Kuss aufs Auge

Ludwig August Frankl-Hochwart


Wenn oft bei abendspäter Gluth
In stillen Dämmerungen Mein
Haupt an deinem Busen ruht,
Von deinem Arm umschlungen;

Dann weht vom Munde mancher Traum,
Manch Wort von tiefem Leben;
Wie goldner Seifenblasen Schaum
Vom Kindermund mit Beben.

Dein blaues Auge schaut mich an,
So himmeltief und trunken,
Als ob vom blauen Himmelsplan
Zwei Stern' hinein gesunken.

Wie Magier im Sonnenland,
Die Lippen fest zusammen
In Andacht sich aus Bergesrand
Genaht den Gottesflammen:

Naht dann mein Mund geschlossen auch
Sich deines Auges Helle,
Daß nicht berühre ird'scher Hauch
Die blaue Flammenquelle!

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