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Verwandte Gedichte

 Wienke, Der Wetterhahn 
 Holz, Frommer Wunsch 
 Klabund, Drei Wünsche 
 Friedrich Rückert, In diesem Wetter, in diesem Braus 

 

Der Wetterhahn

Karl-Heinz Wienke


O Wetterhahn, o Wetterhahn,
schau dir mal das Wetter an.
Setzt dich ganz schnell hier auf den Mist,
bis das Wetter besser ist.

Da sitzt der Hahn nun auf dem Dreck
und die Henne läuft ihm weg.
Das ärgert ihn und auch sodann
fängt er schier zu krähen an.

Doch ganz plötzlich, welch laut Geschrei,
schlechtes Wetter ist vorbei.
Das hat der Wetterhahn gemacht –
alles auf dem Hofe lacht.

Seit dem sitzt nun das Federtier,
ist es schlecht, das Wetter, hier
auf jenem großen Haufen Mist,
bis es wieder besser ist.

Doch oft hat er auch schon gekräht,
was der Bauer nicht versteht.
Und das Wetter, es blieb so schlecht,
war der Bäuerin auch recht.

Ich glaub es nicht, dass auch der Hahn
unser Wetter ändern kann.
Denn sitzt mal nicht, er auf dem Mist,
bleibt es auch, so wie es ist.

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Karl-Heinz Wienke

Karl-Heinz Wienke

Frommer Wunsch

Arno Holz


Immer noch halten die uralten Fragen
Nächtlich an unserm Lager Wacht,
Denn das griechische Herz hat vergeblich geschlagen
Und der griechische Geist hat umsonst gedacht.

Die p. p. weltvernagelnden Bretter
Versperren die Aussicht uns weit und breit -
O, schlüge doch endlich ein heiliges Wetter
In diese verfaulte Hallunkenzeit!

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Drei Wünsche

(Alfred Henschke) Klabund


Unser erster Wunsch heisst: einfach sein,
Wie die Vogelschwinge blitzt im Blauen
Unsren Blicken, unsren Küssen trauen.
Unser erster Wunsch heisst einfach sein.

Unser zweiter Wunsch heisst: traumlos sein,
Wenn die Nebel um die Berge schiessen,
Unsre Seele in die Dämmrung giessen:
Unser zweiter Wunsch heisst traumlos sein.

Unser dritter Wunsch heisst: sterblich sein,
Dass wir nicht den Kratern gleich im Siegen
Ewig über unsren Feuern liegen:
Unser dritter Wunsch heisst sterblich sein.

Aber anders klingt des Schicksals Lied,
Dessen Töne grausam uns geleiten:
Ewig träumst du deine Strahlsamkeiten,
Klimmt die Sonne singend zum Zenith.

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(Alfred Henschke) Klabund

(Alfred Henschke) Klabund

In diesem Wetter, in diesem Braus

Friedrich Rückert


In diesem Wetter, in diesem Braus,
Nie hätt' ich gesendet die Kinder hinaus;
Man hat sie hinaus getragen,
Ich durfte dazu nichts sagen.

In diesem Wetter, in diesem Saus,
Nie hätt' ich gelassen die Kinder hinaus,
Ich fürchtete, sie erkranken,
Das sind nun eitle Gedanken.

In diesem Wetter, in diesem Graus,
Hätt' ich gelassen die Kinder hinaus,
Ich sorgte, sie stürben morgen,
Das ist nun nicht zu besorgen.

In diesem Wetter, in diesem Braus,
Sie ruhn als wie in der Mutter Haus,
Von keinem Sturme erschrecket,
Von Gottes Hand bedecket.

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Friedrich  Rückert

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