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Verwandte Gedichte

 Meyer, Schwüle 
 Logau, Trau, schau, wem! 
 Norbert van Tiggelen, Tunnelblick 
 Castelli, Wunsch und Entsagung 

 

Schwüle

Conrad Ferdinand Meyer


Trüb verglomm der schwüle Sommertag
Dumpf und traurig tönt mein Ruderschlag -
Sterne, Sterne - Abend ist es ja -
Sterne, warum seid ihr noch nicht da ?
Bleich das Leben! Bleich der Felsenhang!
Schilf, was flüsterst du so frech und bang?
Fern der Himmel und die Tiefe nah -
Sterne, warum seid ihr noch nicht da?
Eine liebe, liebe Stimme ruft
Mich beständig aus der Wassergruft -
Weg, Gespenst, das oft ich winken sah!
Sterne, Sterne, seid ihr nicht mehr da?
Endlich, endlich durch das Dunkel bricht -
Es war Zeit! - ein schwaches Flimmerlicht -
Denn ich wusste nicht, wie mir geschah.
Sterne, Sterne, bleibt mir immer nah!

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Conrad Ferdinand Meyer

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Trau, schau, wem!

Friedrich von Logau


Trau, schau, weme! Gotte trau;
In der Welt hingegen, schau!

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Tunnelblick

Norbert van Tiggelen


Schau doch ruhig nach vorne,
dreh Dich bloß nicht um,
wirst so niemals erkennen,
die Welt, sie bringt sich um.

Schau doch nicht nach rechts,
dann könnte es passieren,
dass Du Kinder spielen siehst,
die elendig krepieren.

Schau doch nicht nach links,
da sieht’s nicht besser aus,
dort erblickst du Menschen,
die geben Blut Applaus.

Schau doch nicht nach hinten,
dann würdest Du noch lernen,
dass wir uns seit langer Zeit,
vom Herrgott stets entfernen.

Hast Du auch noch taube Ohren,
dann nicht zu Dir dringt,
dass der Vogel auf dem Ast,
sein letztes Lied bald singt.

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Norbert van  Tiggelen

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Wunsch und Entsagung

Ignaz Franz Castelli


Wenn ich die Blümlein schau',
Wünsch' ich mir eine Frau;
Selten blüht eins allein,
Muß bei dem andern seyn;
Blum' in der Au
Hat eine Frau.

Wenn ich die Vöglein schau',
Wünsch' ich mir eine Frau;
Schnäbeln herzinniglich
Auf jedem Bäumchen sich;
Vöglein im Blau
Hat eine Frau.

Wenn ich die Fischlein schau',
Wünsch' ich mir eine Frau;
Schwimmen im Silberbach
Eines dem andern nach;
Fischelein grau
Hat eine Frau.

Rundum wohin ich schau
Überall Mann und Frau,
Theilen so Schmerz als Lust,
Sich ihres Ziels bewußt,
Wird mir wohl flau,
Möcht' eine Frau.

Wenn ich die Frauen schau',
Wünsch' ich mir keine Frau;
Tragen nicht Freuden ein,
Konnten ganz anders seyn;
Geh' nicht zur Trau,
Mag keine Frau!

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Ignaz Franz Castelli

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