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Verwandte Gedichte

 Klabund, Ein junges Liebespaar sieht sich überrascht 
 Mayer, Das gute Mondlicht 
 Felix Dahn, Heidelberg 
 Lenau, Das Mondlicht 

 

Ein junges Liebespaar sieht sich überrascht

(Alfred Henschke) Klabund


Wie kam es, dass ich heut betroffen
Im Mondlicht stehen blieb?
Die Pforte eines Parkes sah ich offen,
Ein Jüngling hatte seine Freundin lieb.
Im Buchsbaum schwirrte eines Vogels Fittich,
Die Schnäbelnden erschraken, und es stob
Ins grelle Mondlicht hell der eine Sittich,
Indes der andere sich ins Dunkel hob.

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Das gute Mondlicht

Karl Mayer


Es ruht der goldne Mondenschein
Ob diesem Dorf und Tale,
Als ob ein Mutterwunsch herein
In Kindeswiegen strahle.

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Heidelberg

Felix Dahn


Wann silbern Mondlicht flutet
Durchs Schloß zu Heidelberg,
Aufleben seine Geister,
Fee, Kobold, Gnom und Zwerg.

In all' den toten Räumen
Wird wimmelnd Leben wach;
Es schwebt durch jed' Gewölbe,
Es webt durch jed' Gemach.

Vom hohen Rundturm flattert
Der Burgfee Schleier weiß,
Im tiefen Keller hämmert
Der Wichtelmännchen Fleiß.

Selbst durch das Faß, das alte,
Das Blut der Jugend rollt:
Hell funkelnd strömt's vom Spund ihm,
Das Rüdesheimer Gold.

Doch im verwachs'nen Garten,
Am murmelnden Brünnelein,
Da führen, hold vor allen,
Die Elfen ihren Reihn.

Und huschen durch den Efeu,
Und sprengen die Veilchen mit Tau,
Und haschen die Mondenstrahlen:
's ist eine selige Schau.

Und ewig mahnt das Mondlicht
Wer dieser Schau genoß,
Wie er sah die Elfen tanzen
Im Heidelberger Schloß.

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Felix  Dahn

Felix Dahn

Das Mondlicht

Nikolaus Lenau


Dein gedenkend irr ich einsam
Diesen Strom entlang;
Könnten lauschen wir gemeinsam
Seinem Wellenklang!

Könnten wir zusammen schauen
In den Mond empor,
Der da drüben aus den Auen
Leise taucht hervor.

Freundlich streut er meinem Blicke
Aus dem Silberschein
Stromhinüber eine Brücke
Bis zum stillen Hain. –

Wo des Stromes frohe Wellen
Durch den Schimmer ziehn,
Seh ich, wie hinab die schnellen
Unaufhaltsam fliehn.

Aber wo im schimmerlosen
Dunkel geht die Flut,
Ist sie nur ein dumpfes Tosen,
Das dem Auge ruht.

Daß doch mein Geschick mir brächte
Einen Blick von dir!
Süßes Mondlicht meiner Nächte,
Mädchen, bist du mir!

Wenn nach dir ich oft vergebens
In die Nacht gesehn,
Scheint der dunkle Strom des Lebens
Trauernd stillzustehn;

Wenn du über seinen Wogen
Strahlest zauberhell,
Seh ich sie dahingezogen,
Ach! nur allzuschnell!

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Nikolaus Lenau

Nikolaus Lenau

 



















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