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Verwandte Gedichte |  Bone, Der Geist der Liebe   
 Knodt, Eine seelische Klimax
 Langbein, Der Buchstabe R.
 Logau, Der Buchstabe G
| | |  | |  | Eine seelische KlimaxKarl Ernst Knodt Du sollst - spricht des Gesetzes eherner Buchstabe.
Ich wills - der kühne selbstvermessne Sinn.
Ich kann nicht - stöhnt der Ohnmacht mattes Seufzen.
Ich will nicht - grollt des Zweifels grimmer Trotz.
Ich darf nicht - lallt die menschenscheue Meinung.
Ich möchte - haucht der Sehnsucht leise Klage.
Ich wags mit Gott -: so spricht der Glaube.
Wohlan! So wags! Wag es zu glauben!
Dann wandelt sich Gesetz in freies Wollen.
Das trotzige: Ich will! in schweigendes Vertrauen.
Der Ohnmacht Unvermögen steigert sich zu Thaten,
Und der Verzweiflung Oede deckt ein hoffend Grün.
Die feige Rücksicht rafft sich auf zum Handeln.
Der Sehnsucht Wunsch erlangt Gebetes Schwingen:
Beflügelt dringt er bis zum Himmelsthor,
Und durch das Thor bricht siegsgewiss
Der König - Glaube.
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|  | Der Buchstabe R.August Friedrich Langbein "Das R ist unerträglich hart!"
So hör' ich manchen Weichling schelten.
Nun ja, es rasselt, knarrt und schnarrt;
Doch, liebe Herren, laßt es gelten!
Das Kräutlein wuchert doch einmal
In unsrer Sprache tiefstem Boden,
Und fruchtlos wäre Müh' und Qual,
Versuchte man, es auszuroden.
Auch würde dies zur Ungebühr
Viel edle Wörter von uns trennen,
Und drunter eins, mit welchem wir
Ein hohes Erdenglück benennen.
Wem fällt nicht flugs die Freundschaft ein?
O süßer Kern in harter Schale!
Laßt uns dem Worte drum verzeihn,
Daß es nicht glatt ist, gleich dem Aale.
Zwar Liebe klingt geschmeidiger;
Doch wollt ihr, baß sie euch erfreue,
So braucht sie auch ein wackres R;
Denn was ist Liebe ohne Treue?
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August Friedrich Langbein
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|  | Der Buchstabe GFriedrich von Logau Meistens alles auff der Erden, drauff die Leut am meisten streben,
Stehet unter denen Dingen, die sich auff ein G anheben:
Gold, Geld, Gut, Geschencke, Gaben, Gunst, Gewin, Gewalt, Geschicke,
Glaube, Glimpff, Gesund, Gewissen und mit einem Worte Glücke
Wil sich alles drunter stellen. Wann zu diesem zu sich zehlet
Gott mit seiner Gnad und Güte, weiß ich nicht, was Gutes fehlet.
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