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Gedichte » Johanne Charlotte Unzer » Die Gewalt der Liebe


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Die Gewalt der Liebe

Ein finstrer Algebraicus,
Ein Feind des keuschen Scherzens,
Bewies, durch einen strengen Schluß,
Die Kälte seines Herzens.

Wer meditirt, verliebt sich nicht;
Nun meditir ich immer:
Daher lieb ich kein schön Gesicht,
Und hasse Frauenzimmer.

Kaum hat er den Beweis geführt;
So läßt sich Phillis schauen:
Er sieht sie, liebt sie, meditirt,
Hält an und läßt sich trauen.

Johanne Charlotte Unzer

  
  
  

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