Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke   Ringelnatz  Rückert 

Gedichte


Gedichte » Joachim Ringelnatz » Flugzeuggedanken » Silvester.


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum
WISSEN
Fachtermini

  
 

Silvester.

Es gibt bei Armen und Reichen
So manche Herzen bang und still;
Aus manchem dieser Herzen will
Die Sorge nimmer weichen.

Ich bin einer neuen Idee auf der Spur
Und überlege sie sehr:
Man sollte armen Leuten nur
Gutes tun oder sagen,
Ohne vorher oder hinterher
Nach ihnen zu fragen.

Wer hat das wohl zuerst bestellt,
Was nun so glatt sich leiert:
Daß jeder Stand und alle Welt
Terminlich trauert und feiert.

So wünschlein-pünschlein den andern gleich
Will ich mich nüchtern betrinken,
Um gegen Morgen durchs Federweich
In Kaktusträume zu sinken.

Etwa: Daß eine Mutschekuh,
Die vollgefressen mit Heu war,
Mein Zimmer betrat und rief mir zu:
»Prost Neujahr, Herr Doktor, prost Neujahr!«

Joachim Ringelnatz, 1929
Aus der Sammlung Flugzeuggedanken

  
  
  

Joachim Ringelnatz   

Joachim Ringelnatz


   


Vorheriges Gedicht von Ringelnatz Nächster Text von Ringelnatz
   Gefällt Ihnen das Gedicht von Ringelnatz?   
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
19./20. Jh.  • Ringelnatz: Silvester Favorit unserer LeserFavorit unserer Leser
20./21. Jh.  • Baumgartner: Gute Vorsätze 
19. Jahrhundert  • Julius Sturm: Silvester 
20./21. Jh.  • Baumgartner: Silvesterkrach 
20./21. Jh.  • Roman Herberth: Eine Atempause 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt: © Chr. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek