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Das Brautbett

In eines Abts Gebiet am Rhein
Kam jüngst ein Mönch in eine Bauerhütte,
Um, nach der Kirche frommer Sitte,
Für die Gebühr ein Brautbett einzuweihn.
Der Pater sieht umsonst in allen Ecken
Sich forschend um; er kann kein Bett entdecken.
Wo ists? fragt er zuletzt. Ach Herr, der Stiftsvogt nahm
Mirs für den Grundzins weg, versetzt der Bräutigam.
Ihr müsset mir halt diesen Winkel weihen,
Ich will ihn dann des Nachts mit Stroh bestreuen.

Gottlieb Konrad Pfeffel, 1793




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