Am Saume des WaldesSo lieg‘ ich gern auf grüner Erde,
Dass senkrecht ob mir sichtbar werde
Der Wolken Zug, der Tannen Wipfel,
Von unten auf gesehn die Gipfel;
So ruh‘ ich gern nach heißem Wallen,
Ob mir mit eingezognen Krallen
Ein Habicht, breitend seine Schwingen,
Durch die des Lichtblaus Schimmer dringen;
So pochen stiller meine Adern;
Vergessen ist der Menschen Hadern;
Schweb‘ auch der Mörder in den Lüften,
Nur Ruh‘ und Friede mich umdüften! Karl Mayer Aus der Sammlung Aus den Bergen |