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Gedichte » Karl Mayer » 1837 bis 1839 » Aus den Bergen » Am Saume des Waldes


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Am Saume des Waldes

So lieg‘ ich gern auf grüner Erde,
Dass senkrecht ob mir sichtbar werde
Der Wolken Zug, der Tannen Wipfel,
Von unten auf gesehn die Gipfel;

So ruh‘ ich gern nach heißem Wallen,
Ob mir mit eingezognen Krallen
Ein Habicht, breitend seine Schwingen,
Durch die des Lichtblaus Schimmer dringen;

So pochen stiller meine Adern;
Vergessen ist der Menschen Hadern;
Schweb‘ auch der Mörder in den Lüften,
Nur Ruh‘ und Friede mich umdüften!

Karl Mayer
Aus der Sammlung Aus den Bergen




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