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Im heißen Sommer

Es flimmert die Luft durch die Hitze so sehr,
kein suchender Blick klärt wohlig dies Bild.
Es hämmert die Sonne auf Böden wie wild,
zerbricht selbst auf Straßen den schmelzenden Teer.

Die Vögel verharren auf Bäumen gelähmt,
die Pflanzen an Wegen schaun durstig und dürr.
Der Wind reitet leis ohne Wolkengeschirr,
als hätte der Sommer ihm Pferde gezähmt.

Das Schnelle schlürft lustlos, quält sich durch den Tag,
selbst Atmen erscheint von der Hitze besiegt,
als ob Dasein röchelnd im Sterbebett liegt.

Schon tönt aus der Ferne ein donnernder Schlag.
Wo Regen als Segen jetzt Erde entdeckt,
wird neu Totgeahntes zum Leben erweckt!

© Helga Kurowski, 2010




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