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Der Trippeldorfer Wald

Wo jetzt der Wald rauscht weit und breit,
Raucht einst eine Stadt in der Heidenzeit.
Im Walde jedoch gehts wunderlich zu,
Da stören die grauen Frauen die Ruh.
Sie füllen mit Schrecken den ganzen Tann,
Doch segnen sie den beherzten Mann.
Mäht einer da Gras und will es umfangen,
So wandeln sies unter der Hand zu Schlangen;
Doch würgt er den Knäuel und trägt ihn nach Haus,
So wird eine Garbe von Golde daraus;
Und kehrt er sodann zurück in den Hain,
Empfangen ihn heiter verwandelt die Fein.
Und alles ist lieblich und alles ist schön,
Er darf mit den Helden zu Tanze gehn,
Hochmächtige Lohe leuchtet die Nacht
Und goldne Krüge werden gebracht,
Der Mutige ruht zu den Schönen gesellt
Und zecht mit den Helden vergangener Welt.

August Kopisch






August Kopisch

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