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Gedichte » Zeitgenössische deutsche Dichtung » Roman Herberth » Sonne am Sonntag


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Sonne am Sonntag

Die Sonne wühlt sich durch die Wolken.
Die gute Laune stellt sich ein.
Das hat bekanntlich seine Folgen
und auch ins Rollen kommt ein Stein.

Man will mit Weib und Kind spazieren,
am Fluss entlang, im Weinbergspfad.
Dort will man die Natur studieren,
die immer was zu bieten hat.

Dann schnürt man seine Wanderschuhe.
Doch Weib und Kind sind abgeneigt.
Und man entflieht der Sonntagsruhe.
Die Restfamilie aber streikt.

Verlassen sind im Herbst die Wege.
Nur Hundehalter sind schon wach
und manche kleine Nervensäge,
die steigt dem Papa auf das Dach.

Man sieht auch eine Wandergruppe.
Die Sonne scheint unendlich brav.
Dann kehrt man heim zu Fleisch und Suppe
und gönnt sich einen Mittagsschlaf.

© Roman Herberth





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