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Glück

So ist dein Haupt an meine Brust gesunken,
Ich streichle deine braunen Mädchenlocken –
Es neigt der Tag, von Licht und Farbe trunken,
Sein stilles Angesicht den Abendglocken.

Wir stehn bewegt und sagen uns verstohlen
Von Glück auf fernen, fernen Lebenswegen,
Das wir dereinst mit heißem Herzen holen,
Um es als Kranz um unser Haupt zu legen.

Indessen steht im Dämmerlicht der Eichen
Das Glück so nah mit den Erfüllerhänden
Und segnet uns, die vor nach fernen Reichen
Die weißen Kähne unsrer Sehnsucht senden.

Ernst Goll
Aus der Sammlung Im bitteren Menschenland. Nachgelassene Gedichte.





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