Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz  Rückert 

Gedichte


Gedichte » Ludwig Giesebrecht » Wie früh das enge Pförtchen knarre...


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum
WISSEN
Fachtermini

  
 

Wie früh das enge Pförtchen knarre...

Gedicht von Ludwig Giesebrecht

»Wie früh das enge Pförtchen knarre,
Das in die Judengasse führt,
Schleich ich herein, und harre,
Harre, bis leise sich dein Riegel rührt;

Und ob der Adel mich verhöhne,
Ich meide Hof und Rittersaal,
Dich lieb' ich, Esther, Gute, Schöne,
Sei du mein ehliches Gemahl!

Laß mir die Hand! Dir droh'n Gefahren,
Laß, Judenmädchen, mir die Hand!
Sieh deines Volkes flücht'ge Scharen
Vertrieben aus dem Ungerland;

Wer weiß, wie bald euch hier zum andern,
Was dort zum ersten, mag geschehn:
Soll ich auch dich ins Elend wandern,
Aus Polen dich verstossen sehn?

Mein Schloß und meiner Diener Haufe,
Ich selber will dein eigen sein.
Komm, meine Esther, komm, nimm die Taufe,
Nimm meinen Ring, und werde mein!«

»Christ, deine Liebesworte brennen
Mir in der Seele heiß und scharf:
Von Israel sollt' ich mich trennen,
Das Gott erwählt, das Gott verwarf!«

Ludwig Giesebrecht




Vorheriges Gedicht von Giesebrecht Nächster Text von Giesebrecht
   Gefällt Ihnen das Gedicht von Giesebrecht?   
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
  Wilhelm Müller: Der Garten des Herzens 
  Kuhlmann: Meine Lebensart 
  Jordan: Strophen und Stäbe. Deutsam. 
  Jordan: Strophen und Stäbe. Nachbildungen. Rhapsodisches. 
  Falke: Lockung 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt: © Chr. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek