O, du SommernachtErbarme dich mein in den Nächten voll Glut,
die mit sengenden Atem die Stirn mir umkosen,
erbarme dich meiner – sie tun mir nicht gut
die Nächte, geschwängert vom Dufte der Rosen.
Wenn Jasmin und Hollunder in Blütenpracht
ihren Kelchen Wohlgerüche entsenden,
dann denk ich an eine Julinacht
mit all ihrem üppigen selgen Verschwenden.
Die Luft ist so schwül, und mein Zimmer so heiß!
Es klopft in den Schläfen, die Pulse fliegen.
Ihr Nächte, wie ich zu hassen euch weiß! -
Ihr zwingt meine Sehnsucht auf Knieen zu liegen.
Und ich fühle den Sommer mit seiner Pracht
tief in mir mit seinem versengenden Feuer -
Wie ich dich hasse, du Sommernacht!
O du Sommernacht, wie bist du mir teuer! – Else Galen-Gube |