Zur späten StundeWie gerne wir den Wäldern lauschen,
wenn fern - wie sterbend- unsre Sonne sinkt
und rötlich nun ihr letztes Lichtlein winkt :
Da tröstet uns vertrautes Windesrauschen !
Damit dem weltverlassnen Schlaf nicht fehle
in hoffnungsloser kalter schwarze Nacht
des ewig wachen Gottes Liebesmacht,
erinnert an sein Licht sich unsre Seele :
Wenn jetzt die frommen Abendlieder klingen
und leise uns die Kirchenglocken bringen
ein ferner heller hoffnungsvoller Klang :
Beginnt das müde Herz aufs Mal zu singen:
Befreit von Tages bitter-bösen Dingen,
da ist im nächtlich Traume uns nicht bang !
***
c/G.E. © Georges Ettlin, 2009 |