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Gedichte » Zeitgenössische deutsche Dichtung » Lars Brozinski » Die große Sonne


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Die große Sonne

Will bei meiner Sonne sein
Fühl mich kraftlos, kalt wie Stein
Meine Freude ist weg, bin nur allein

Die Welt hat mir Spaß gemacht
Hab ewig mit ihr rumgemacht
In all ihren dreckigen Gassen
Haben wir uns geliebt,
geliebt als ob es kein morgen gibt
Nun fühl ich mich verlassen

Die Welt ist untergegangen
In meiner Seele brannte sie nieder
Bisher nicht nur einmal,
Nein, immer wieder und wieder

Das Gefühl von Leben ist erloschen
Starr mich nicht so an, ich selbst habs nicht beschlossen
Die Dunkelheit ist jetzt meine Geliebte
Mein Herz riss, der Schmerz siegte

Die große Sonne ist fort
Die große Sonne ist einfach fortgegangen
Hab tausendmal Lebwohl gesagt
Hab geschrien, geweint und doch versagt
Es hat nichts genützt
Sie ist fortgegangen, ich bin gestürzt

Hier lieg ich nun, halb tot am Boden
Hab sie probiert, zahlreiche Methoden
Ich glaub ich bleib hier und weine
Auf das meine Sonne morgen wieder erscheine

© Lars Brozinski



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