Verlorenes LebenVergessene Regeln auf glühendem Stein
Mit der Welt, mit dem Dasein der Menschen zu sein
Ein Herz, die Grabesstille, Verdammnis im Nichts
Die eisernen Tränen des kalten Gesichts
Streben nach Hoffnung, nach Liebe, nach Licht
Verlorenes Herz, vergessenes Ich
Die Liebe verschenkt, für immer verloren
Der Eine, der Eine, war auserkoren
Papier in den Händen, in Teile zerfetzt
Nun gib' es schon zu, es hat dich verletzt
Hör' auf, es zu leugnen und steh' dazu
Du wirst sie nicht finden, die ewige Ruh'
Jahrzehnte vergehen, dein Ich bleibt tot
bei jedem Sonnenaufgang, jedem Abendrot
Du kannst nicht vergessen, so sehr du dich wehrst
weil du nicht die Liebe, sondern dich selbst entbehrst
Eingeschnürt in Seile, gefesselt am Baum
Du hoffst, du würdest erwachen aus diesem Traum
Niemand wird kommen, die Seile entzweien
Niemand wird dein gefang'nes Herz je befreien
Die Jahre streichen vorüber wie Sekunden
Du hattest gekämpft, dich nie herausgewunden
Du kannst damit Leben, du musst es tun
und dennoch wird dein Herz niemals ruh'n
Sieh' in den Spiegel, die Augen ganz grau
unter den Rändern liegt Morgentau
Der Mensch ist verlebt und hat nicht gesehen,
dass Welten sich von allein weiterdrehen. © Catrine Bauer, 2006 |