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Zum Abschied

So reich‘ mir einmal noch die Hand,
Dann lass uns scheiden, scheiden!
Was willst du durch des Hasses Brand
Noch schüren meine Leiden.
Du glaubst an meine Liebe nicht,
Willst Spott nur mit mir treiben –
So geh‘ mit Gott; mein Sonnenlicht
Warst du und wirst’s auch bleiben.

Mit Gott! Und möge dir die Welt
Ein treu’res Herze bieten, -
Das deine Glaubensnacht erhellt –
Und dich vor Zweifel hüten.
Und wenn du es gefunden hast,
So sende mir ein Zeichen;
Dann wird auch meine Schmerzenslast
Mir aus dem Herzen weichen.

Johanna Ambrosius
Aus der Sammlung Vermischte Gedichte

  
  
  

 Ambrosius, Johanna   

Johanna Ambrosius


   


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