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Verwandte Gedichte |  Platen, Licht   
 Rückert, Erwach, o Licht des Gesanges   
 May, »Mehr Licht!«  
 Redern, Ein Licht, das leuchten will...  
 Tucholsky, Berliner Gerüchte  
| | |  | LichtAugust von Platen Licht, vom Himmel flammt es nieder,
Licht, empor zum Himmel flammt es;
Licht, es ist der große Mittler
Zwischen Gott und zwischen Menschen;
Als die Welt geboren wurde,
Ward das Licht vorangeboren,
Und so ward des Schöpfers Klarheit
Das Mysterium der Schöpfung;
Licht verschießt die heil’gen Pfeile
Weiter immer, Lichter immer,
Ahriman sogar, der dunkle,
Wird zuletzt vergehn im Lichte.
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|  | Erwach, o Licht des GesangesFriedrich Rückert Erwach, o Licht des Gesanges,
O Licht der Erinnerung!
Rings am Himmel ist banges
Gewölk der Trauer genung.
Es soll in meinem Herzen
Nicht auch noch finster seyn.
Dazu in der Nacht hat man Kerzen,
Wenn aus ist Sonnenschein.
Den Schein der Sonn’ ersetzen,
O Kerze, kannst du nicht;
Doch kann das Auge sich letzen
An keinem anderen Licht.
Ich zag’ ums Herz, wie lang es
Ist ohne Freudenschwung;
Erwach, o Licht des Gesanges,
O Licht der Beseligung!
Wach, holden Überschwanges,
O Licht der Erinnerung,
Bis ich beschwichtigten Dranges
Schlaf ein in Dämmerung!
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Friedrich Rückert
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|  | |  | Ein Licht, das leuchten will...Hedwig von Redern Ein Licht, das leuchten will, muss sich verzehren;
Trost, Licht und Wärme spendend, stirbt es still.
Ein Licht, das leuchten will, kann nichts begehren,
als dort zu stehen, wo´s der Meister will.
Ein Licht, das leuchten will, dem muss genügen,
daß man das Licht nicht achtet, nur den Schein.
Ein Licht, das leuchten will, muss sich drein fügen,
für andre Kraft und für sich nichts zu sein.
Ein Licht, das leuchten will, darf auch nicht fragen,
ob´s vielen leuchtet oder einem nur.
Ein Licht, das leuchten will, muss Strahlen tragen,
wo man es braucht, da läßt es seine Spur.
Ein Licht, das leuchten will in Meisters Händen,
es ist ja nichts, als nur ein Widerschein;
des ew´gen Lichtes Glanz darf es uns spenden,
ein Licht, das leuchten will für Gott allein.
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|  | Berliner GerüchteKurt Tucholsky Herr Meyer, Herr Meyer - und hörst du es nicht,
Das wilde, das grause, des dumpfe Gerücht:
Ein Licht!
Ein Licht in der russischen Botschaft!
Und da, wo ein Licht, da ist auch ein Mann,
und der sitzt an einem Vertrage dran,
beim Licht in der russischen Botschaft.
Und das Licht geht manchem Politiker auf;
es strömet das Volk, es rennet zuhauf
zum Licht in der russischen Botschaft.
Und einer zum andern geheimnisvoll spricht:
"Da ist was im Gange - ja, sehn Sie's denn nicht,
das Licht in der russischen Botschaft?"
Es erbrausen die Linden! "Berennet die Tür!"
Ein Schutzmann hält seinen Bauch dafür
vor das Licht,
das Licht in der russischen Botschaft.
Sogar ein geheimer Studienrat
sagt die Information, die er bei sich hat,
vom Licht in der russischen Botschaft. -
Und drin spricht der Klempner im öden Saal:
"Du hör mal, Maxe, Du kannst mir mal
die Ölkanne ribajehm!"
Dann gehen die beiden geruhig nach Haus,
nach dem Stralauer Tor - und das Licht löscht aus,
das Licht in der russischen Botschaft.
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Kurt Tucholsky
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