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Verwandte Gedichte

 Storm, In die Heimat 
 Mezger, O meine ferne Heimat! 
 Rittershaus, Die Heimat 
 Mackay, Heimat 
 Noder, Anton Alfred, Nicht außen ist die Heimat. Nicht die Stelle... 

 

In die Heimat

Theodor Storm


In die Heimat, in die Heimat
Ziehen meiner Leier Töne;
An des Westmeers weitem Strande
Hauset meine Festkamöne.

Nach des Baumes goldnen Früchten
Werf ich hoch den Wanderstab;
Doch umsonst, nur leichte Blüten
Wehen leise Winde ab.

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O meine ferne Heimat!

Karl Friedrich Mezger


O meine ferne Heimat,
Wie sehn` ich mich nach dir!
Wie bin ich doch so krank und matt,
So reisemüd` und lebenssatt!
O meine ferne Heimat,
Wie sehn` ich mich nach dir!

O meine ferne Heimat,
Ich weiß, was du mir bist!
Obwohl noch nie dich, goldne Stadt,
Ein sterblich Aug` gesehen hat!
O meine ferne Heimat,
Ich weiß, was du mir bist!

O meine ferne Heimat,
Bald werd`ich in dir sein! - - - †

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Karl Friedrich Mezger

Karl Friedrich Mezger




Die Heimat

Friedrich Emil Rittershaus


Was ist die Heimat? Ist's die Scholle?
Drauf deines Vaters Haus gebaut?
Ist's jener Ort, wo du die Sonne,
Das Licht der Welt zuerst geschaut?

O nein, o nein, das ist sie nimmer!
Nicht ist's die Heimat, heißgeliebt.
Du wirst nur da die Heimat finden,
Wo's gleichgestimmte Herzen gibt!

Die Heimat ist, wo man dich gerne
Erscheinen, ungern wandern sieht.
Sie ist's, ob auch in weiter Ferne
Die Mutter sang dein Wiegenlied.

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Friedrich Emil Rittershaus

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Heimat

John Henry Mackay


Wir, die wir altern, ach, was rufen
wir nach der Heimat sehnsuchtsvoll,
Dass sie die übergrünten Stufen
der Zukunft niedersteigen soll?

Toren! – Denn wer sie nicht besessen,
die Heimat, der gewinnt sie nie! . . .
Wer sie besaß, und sie vergessen
konnte, sieht nimmer wieder sie! . . .

Heimat ist, wo der Wunsch Erfüllung,
und Sehnsucht ihre Lippe fand! . . .
Nein, Heimat ist, was ohne Hüllung
einst vor dem Blick des Kindes stand.

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John Henry Mackay

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Nicht außen ist die Heimat. Nicht die Stelle...

Anton Alfred Noder


Nicht außen ist die Heimat. Nicht die Stelle
Ist Heimat schon, wo unsre Wiege stand!
Nein, wir erschaffen uns das Vaterland
Erst in der eignen Brust geheimster Zelle.

Erst das ist Heimat, was den Weg zur Schwelle
Des Herzens aus der Welt der Dinge fand,
Was unauflöslich sich mit uns verband,
Das Liebgewordne, das Erinnrungshelle...

Das läßt sich nicht wie Nam' und Wappen erben
Durch ein Geborenwerden; das gebiert
Sich selbst aus Leid und Lust, Glück und Verderben:

Ein Stück Natur, das ein Stück Seele wird -
Das ist die Heimat, die man nie verliert,
Und mag man in der fernsten Fremde sterben.

 Text von Anton Alfred Noder drucken
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