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Verwandte Gedichte

 Glaßbrenner, Unsere Freiheit 
 Eichrodt, Gefesselt 
 Fallersleben, Deutsche Freiheit 
 Finckelthaus, Vber die Hand der Astree 
 Menger, Anita, Lied der Freiheit 

 

Unsere Freiheit

Adolf Glaßbrenner


Wir haben geopfert Gut und Blut;
Wir haben erkämpfet mit heißem Muth
Unsere Freiheit.
Wir haben befestigt der Fürsten Thron,
Und dafür ward uns gerechter Lohn:
Unsere Freiheit.

Doch als die Fürsten sie näher besahn,
Da war mit Flügeln sie angethan,
Unsere Freiheit.
Da bildeten sie unter sich einen Bund,
Und hielten gefesselt in ihrem Rund
Unsere Freiheit.

Sie haben in Gnaden nun vorgebeugt,
Daß nimmer wieder von uns entfleucht
Unsere Freiheit.
Sie haben nun mit wohlweisem Bedacht
Unter Schloß und unter Riegel gebracht
Unsere Freiheit.

Und wenn nun der Feind sich wieder erhebt,
Dann gilt es, daß jeder Unterthan strebt,
Der Schreckenden Feuer zu dämpfen,
Dann öffnet man milde das Bundeshaus;
Dann nehmen wir uns die Freiheit heraus - -
Für unsere Fürsten zu kämpfen.

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Adolf Glaßbrenner

Adolf Glaßbrenner

Gefesselt

Ludwig Eichrodt


Liebesglück und Liebesschmerz –
Die Minute macht zum Sklaven,
O des Gottes Pfeile trafen
Mein gestählt gewappnet Herz.

Trage Ketten, golden süß,
Aber immer sind es Ketten,
Goldne Ketten, süße Ketten,
Aber Ketten sinds gewiß.

In des Lebens Blüthenzeit
Tief verletzt und schwer gebunden,
Und in Fesseln und in Wunden
Dennoch diese Seligkeit?

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Ludwig Eichrodt

Ludwig Eichrodt




Deutsche Freiheit

Hoffmann von Fallersleben


Deutsche Freiheit lebet nur im Liede.
Deutsches Recht - es ist ein Märchen nur!
Deutschland´s Wohlfahrt ist ein Friede
voll von Willkür und Zensur!

Drum zieh´n wir aus dem Vaterlande,
kehren nie und nimmer mehr zurück.
Suchen Freiheit uns im fremden Lande:
Freiheit ist nur Leben - ist nur Glück!

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Vber die Hand der Astree

Gottfried Finckelthaus


Du schöne Hand: Was/ Hand ! ja Ketten / denn sie bindt.
Was Ketten? Wollen mehr / weil sie so weich zu drücken.
Was / Wollen? Fewer mehr / denn sie das Hertz entzündt.
Was / Fewer ? Mehr als Schnee / die Weisse muß sie schmücken.
Doch keines : Ketten nicht : ich bin ja frey zu nennen.
Nicht Wollen / die sonst bald verwehen kan der Wind.
Nicht Fewer : siehstu denn die Gluth so helle brennen?
Nicht Schnee / weil sich in der die rechte Wärme findt.
Jedennoch siehet dich des Volckes blinder Wahn
Aus Liebe vor den Schnee / Fewr / Wollen /Ketten an.

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Lied der Freiheit

Anita Menger


Der Freiheit ach so süßes Lied
Verlockend in den Ohren klingt
Doch bitter schmeckt die Einsamkeit
Die Freiheit manchmal mit sich bringt.

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