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Verwandte Gedichte

 Lessing, In eines Schauspielers Stammbuch 
 Rückert, Liebesblüte der Natur 
 Schiller, Der Genius 
 Gisela Grob, Liebe zur Natur 
 Mayer, Umschlag 

 

In eines Schauspielers Stammbuch

Gotthold Ephraim Lessing


Kunst und Natur
Sei auf der Bühne eines nur;
Wenn Kunst sich in Natur verwandelt,
Dann hat Natur mit Kunst gehandelt.

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Liebesblüte der Natur

Friedrich Rückert


Liebesblüte der Natur,
Schönste Blume dieser Flur!
Wo ich suche deine Spur,
Find’ ich meine Thränen nur.

Meine Thränen find’ ich nur
Und die Trauer der Natur,
Daß die Blume dieser Flur
Weggegangen ohne Spur.

Weggegangen ohne Spur!
Nach dir bleibt mein Seufzer nur,
Und ein Schauer der Natur,
Machend Herbst auf Sommerflur.

Mach, o Herbst, auf Sommerflur,
Sichtbar jede Todesspur!
Denn ein Schmuck des Todes nur
Ist die Blüte der Natur.

Liebesblüte der Natur!
Auf der Flur
Deine Spur sind Thränen nur.

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Friedrich Rückert

Friedrich Rückert




Der Genius

Friedrich Schiller


Wiederholen zwar kann der Verstand, was da schon gewesen;
Was die Natur gebaut, bauet er wählend ihr nach.
Über Natur hinaus baut die Vernunft, doch nur in das Leere.
Du nur, Genius, mehrst in der Natur die Natur.

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Liebe zur Natur

Gisela Grob


Die Liebe ist es zur Natur,
die meinen Geist beflügelt,
und in der Schöpfung Gottes pur
wird mein Entschluss besiegelt,
die Menschen dazu zu bewegen,
durch ein vernünftiges Verhalten -
auch unsern Kindern noch zum Segen -
Natur mit Liebe zu verwalten.
Es wäre doch gar zu vermessen
zu glauben, sie sei unser Eigentum,
wir dürfen niemals es vergessen,
dass alles nur geliehen um und um.

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Umschlag

Karl Mayer


Natur, Natur, Vergessenheit
Hast du mir sonst verliehen.
Zurück soll ich in dieser Zeit
Nun wieder zu dir fliehen,

Vergessen, dass ich Deutschlands Flur
Als Ein‘ und freie wollte,
Und dass in dir uns, o Natur,
Kein Deutschland werden sollte.

Kein Vaterland tritt in die Welt:
Der Traum war zu erhaben!
Es bleibt für uns nur Wald und Feld,
Wie’s alle Menschen haben.

Das freie Deutschland stand uns ja
In’s tiefste Herz geschrieben.
Luft, Land und Wasser sind noch da,
Die Freiheit ist vertrieben.

Natur, Natur, wohl bin ich nun
Dir wieder zugewendet;
Doch wird das Herz von neuem ruh’n
Im Trost, den du gespendet?


Anm.
Andere Zeitgedichte aus den Jahren 1847-53.
sowie die damit verwandten stummen Gespräche
mit einem Freunde werden sich zur künftigen
Bekanntmachung vorbehalten.

 Text von Mayer drucken
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